Neues LSBTIQ-Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk startet in Bayern

Bayern ist vielfältig und lebt ein gutes Miteinander. Dazu gehört auch die Unterstützung für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen (LSBTIQ). Das bayerische Sozialministerium baut jetzt ein starkes und effizientes Netzwerk in Bayern auf. Kompetente Netzwerkpartner schließen sich dazu zusammen wie z.B. das SUB , die Trans*-Inter*- und die LeTRa-Beratungsstelle in München, Fliederlich in Nürnberg, Resi in Regensburg, Queer in Niederbayern, profamilia Niederbayern, das Frauenzentrum Augsburg, der Lesben- und Schwulenverband LSVD Bayern, die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität sowie der Bayerischer Jugendring. Neben persönlichen, telefonischen und digitalen Beratungs- und Unterstützungsangeboten wird es Fortbildungen für Fachkräfte geben, in denen Grundwissen zu den Lebenssituationen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen vermittelt wird. Wissenschaftlich begleitet werden die Projekte durch Dr. Martina Wegner und Selina Winkler von der Hochschule München.

„Wir wollen Fachkräfte, die in ihrem Berufsalltag auch mit LSBTIQ-Personen sowie deren familiären und sozialen Umfeld arbeiten, informieren und sensibilisieren“, so Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner. „Um sie zu unterstützen und ihnen Sicherheit in diesem sensiblen Feld zu geben, sorgen wir dafür, dass vorhandenes Grundwissen über die vielfältige Lebenswelt sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität stets erweitert wird.“

Sozialministerin Carolina Trautner vor dem Sozialministerium in München. (Bildquelle: StMAS Bayern)

https://www.stmas.bayern.de/aktuelle-meldungen/pm2107-161.php

LAG-Vorstand tagt in Lindau (Bodensee)

Der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen*- und Männer*arbeit Bayern traf sich zur sich zu seiner Jahresklausurtagung am 16./17. Juli 2021 in Lindau (Bodensee). Dort beschäftigte er sich neben der Rückschau und Ergebnissicherung zur bisherigen Arbeit auch mit den gleichstellungspolitischen Zielsetzungen in der bayerischen Männer*-, Väter*- und Jungen*arbeit. Zudem hat der LAG-Vorstand die kommende Mitgliederversammlung am 5.10.2021 in Nürnberg vorbereitet und die Themensetzung für die künftige Arbeit der LAG in den Blick genommen.

v.l.: Stefan Becker, Matthias Becker, Michael Posset, Victor Schiering und Ralf Hingler

LAG-Newsletter Juli / August 2021 ist erschienen

Im neuen Newsletter der LAG finden Sie aktuelle Infos zu Veranstaltungen, Publikationen und Texte, Podcasts & Videos und anderem mehr rund um die Themen Männer*-, Väter*- und Jungen*arbeit. Mit dem nachfolgenden Link landen Sie direkt auf unserer Unterseite „LAG-Newsletter“.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf Ihr Feedback dazu.

https://lag-jungenundmänner-bayern.de/newsletter/

10 Tage Vaterschaftsfreistellung bei der Geburt

Petition gestartet

Die LAG Jungen*- und Männer*arbeit unterstützt die Initiative und Petition zur Vaterschaftsfreistellung mit Lohnfortzahlung im Umfang von 10 Tagen zur Geburt.
Väter wollen gerne mehr Zeit für die Familie. Für Väter beginnt mit der Geburt des Kindes der Start in eine Beziehung zum eigenen Kind.

Mehr Infos dazu hier:

https://vaterschaftsfreistellung.de

Petition gestartet

Mitzeichnen für gute Rahmenbedingungen einer aktive Vaterschaft von Geburt an!

Hier gehts zur Petiton: https://openpetition.de/vaterschaftsfreistellung

Wir fordern für alle Väter eine Vaterschaftsfreistellung mit Lohnfortzahlung im Umfang von 10 Tagen zur Geburt. Jetzt!

Jungenarbeit in Theorie und Praxis am 10.7.2021 in Herzogenaurach

Der Arbeitskreis Jungenarbeit Erlangen-Höchstadt in Herzogenaurach bietet zusammen mit der Mobilen Jugendarbeit im Landkreis Erlangen-Höchstadt am 10.7.2021 einen Workshop zu den Basics der Jungenarbeit in Theorie und Praxis an. Er findet von 10 bis 16 Uhr im Jugendhaus Rabatz in Herzogenaurach statt und richtet sich an Interessierte, die in der Jungenarbeit tätig sind oder noch werden wollen.

Dipl.-Sozialpädagoge Ralf Hingler, Mitglied in der Kommission Jungenarbeit des Bayerischen Jugendrings (BJR) sowie Vorstandsmitglied der LAG Jungen- und Männerarbeit Bayern e.V., lädt zur Diskussion rund um das Thema Jungenarbeit.

Der Unkostenbeitrag liegt bei 20 Euro. Für Fragen steht gerne auch Klaus Böhm von der kommunalen Jugendarbeit per E‑Mail an klaus.boehm@erlangen-hoechstadt.de oder telefonisch unter 0163 – 2592317 zur Verfügung

Social Media Kampagne adressiert Männer*, die Gewalt erfahren haben

Das Bayerische Sozialministerium betreibt gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das bundesweite Hilfetelefon Gewalt an Männern. Unter der Rufnummer 0800 1239900 oder auch per Mail an beratung@maennerhilfetelefon.de finden betroffene Männer* Hilfe und Unterstützung.

Dort gibt es Informationen zu häuslicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt sowie zu Gewalt im öffentlichen Raum, physische Misshandlung in der Kindheit, Gewalt mit Diskriminierungsbezug, Zwangsheirat, Stalking/Cyber Stalking und Mobbing.

Mit den folgenden vier Plakatmotiven macht das Bayerische Sozialministerium in seiner Social Media Kampagne auf das Hilfetelefon für Männer* aufmerksam, um ihnen einen niedrigschwelligen Zugang zum Hilfesystem zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Hilfetelefon für Männer

https://www.maennerhilfetelefon.de

You don’t need to be Superheroes

Am Institut für Soziologie der TU Braunschweig entsteht derzeit das Projekt „You don’t need to be Superheroes“. Die Forscher*innen wollen hierbei Einblicke in die vielfältigen Lebenslagen von Vätern gewinnen. Dies geschieht auch über eine Umfrage, an der Väter (leiblich, rechtlich oder emotionale Vaterschaft) gerne teilnehmen können:

https://limesurvey.rz.tu-bs.de/index.php/128278?lang=de

Informationen zum Projekt können abgerufen werden unter:

https://www.tu-braunschweig.de/chancengleichheit/familienbuero/vaeter

Fachstelle Täter*innenarbeit häusliche Gewalt Schwaben-Süd informiert über ihre Arbeit

Stefan Becker, 2. Vorsitzenmder der LAG, begleitet für die LAG die Projekte des südbayerischen Männergewaltschutznetzwerks. Bei seinem Besuch an der Fachstelle Täter*innenarbeit häusliche Gewalt, die die Caritas Kempten seit September 2020 als Modellprojekt betreibt, informierte ihn Fachberaterin Andrea Springborn über das bestehende Angebot sowie über die steigende Nachfrage. Die Fachstelle orientiert sich bei Ihrer Arbeit an den Standards der BAG Täterarbeit Häusliche Gewalt.
https://www.bag-taeterarbeit.de

Zielgruppen des neuen Angebots in Schwaben sind Täter*innen, die gegenüber (Ex-)Partner*innen gewalttätig geworden sind, Ihre Verantwortung für die Tat anerkennen und daran arbeiten wollen. Das zentrale Ziel ist dabei eine möglichst schnelle Beendigung der Gewalthandlungen.

Die Fachstelle Täter*innenarbeit Kempten ist Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige sowie für Fachkräfte aus Beratung, Pädagogik und Justiz für den südschwäbsichen Regierungsbezirk. Im nordschwäbischen Regierungsbezirk ist die Fachstelle Täter*innenarbeit beim SKM in Augsburg angesiedelt.

Andrea Springborn (Bild rechts), Fachberaterin an der Kemptener Fachstelle Täter*innenarbeit der Caritas, überreicht Stefan Becker (Bild links), 2. Vorsitzender der LAG, den den Infoflyer zu den neuen Beratungsangeboten.

Informationen zu beiden Fachstellen in Kempten und Augsburg finden Sie hier:

https://www.caritas-allgaeu.de/hilfe/alltagshilfen/fachstelle-täterinnenarbeit-bei-häuslicher-gewalt

http://www.skm-augsburg.de/?Fachbereiche___Taeter_innenarbeit_haeusliche_Gewalt

Weltweiter Tag der Genitalen Selbstbestimmung am 7. Mai

70 Organisationen und Initiativen aus 14 Ländern auf fünf Kontinenten rufen auch dieses Jahr am 7. Mai zum „Weltweiten Tag der Genitalen Selbstbestimmung“ auf. Sie fordern:

–> Einhaltung und Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention Art. 2 (Schutz vor Diskriminierung), Art. 3 (Vorrang des Kindeswohls) und Art. 24, Absatz 3 (Abschaffung schädlicher Bräuche)
–> Gesetzesinitiativen weltweit, die den Schutz aller Kinder unabhängig vom Geschlecht vor nicht-therapeutischen Genitaloperationen vorsehen
–> Schutz von Kindern mit atypischen körperlichen Geschlechtsmerkmalen vor medizinisch nicht notwendigen Genitaloperationen und weiteren Eingriffen
–> Sofortiger Stopp der Massenbeschneidungen von Jungen im Rahmen angeblicher HIV-Prävention in afrikanischen Ländern
–> Öffentliche Forschung und Aufklärung zu den Folgen von nicht-therapeutischen Genitaloperationen an Kindern in ihren unterschiedlichen Formen und sozialen Kontexten

Die LAG Jungen* und Männer*arbeit Bayern e.V. unterstützt auch in diesem Jahr den Aufruf. Pandemiebedingt können wieder keine Präsenzveranstaltungen stattfinden, wohl aber ein ganztägiger LIVESTREAM-Tag  mit Talkformaten und Filmbeiträgen.

https://genitale-selbstbestimmung.de