Männer-Hilfetelefon seit 2 Jahren erfolgreich aktiv

Im April 2020 starteten die Landesregierungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen ein bundesweit bisher einmaliges gemeinsames Projekt: Unterstützung und Hilfe für von Gewalt betroffene Männer. Im Jahr 2021 wurde das Männerhilfetelefon auf Baden-Württemberg ausgeweitet. Die Bilanz nach zwei Jahren zeigt: Das Hilfetelefon erfährt auch im zweiten Jahr seit dem Start eine andauernde hohe und steigende Nutzung.

Der Start für das Hilfetelefon Gewalt an Männern jährt sich am 22. April 2022 zum zweiten Mal. Das Angebot wird von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betrieben und richtet sich an Männer, die Gewalt erlebten oder noch erleben. Das bundesweit einmalige Hilfetelefon ist unter der Nummer 0800 123 99 00 zu erreichen. Zusätzlich finden Betroffene sowie deren Angehörige, aber auch Fachkräfte auf der Internetseite Männerhilfetelefon weitere Informationen sowie ein digitales Beratungsangebot mit Live-Chatberatung.

https://www.stmas.bayern.de/aktuelle-meldungen/pm2204-099.php

LAG-Newsletter März / April 2022 erschienen

Im neuen Newsletter der LAG finden Sie aktuelle Infos zu Veranstaltungen, Publikationen und Texte, Podcasts & Videos und anderes mehr rund um die Themen Männer*-, Väter*- und Jungen*arbeit. Mit dem nachfolgenden Link landen Sie direkt auf unserer Unterseite „LAG-Newsletter-Archiv“.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf Ihr Feedback dazu.

https://lag-jungenundmänner-bayern.de/newsletter/

LAG-Statement zum Krieg in der Ukraine

Liebe Mitglieder der LAG,
liebe Kolleginnen* und Kollegen*,

Es ist wieder Krieg in Europa.
Und dies wohl aus machtpolitischen und narzisstischen Gründen.

Wieso wird Freiheit so brutal und übergriffig bekämpft?

Unsere Perspektiven und Gedanken dazu:

Es zeigt sich der Wahnsinn hegemonialer toxischer Männlichkeit.

Wir sind entsetzt und beschämt. Wir stellen uns gegen diesen Krieg und gegen Krieg und menschenverachtendes Verhalten in jedweder Form.

Leidtragende sind alle Menschen der Zivilbevölkerung. Die unbeteiligten Frauen, Männer und Kinder, die sich nun in Schutz bringen müssen, sich selbst, ihre Familien, ihr Hab und Gut, die ihre Stadt, ihr Land verlassen oder es beschützen und verteidigen müssen. Sie leben in Angst, Schrecken und Trauer. Familien flüchten und werden dabei getrennt. Männer in der Ukraine zwischen 18 und 60 Jahren werden zwangsrekrutiert. Väter werden von ihren Familien, Frauen und Kindern getrennt und müssen „stark sein“, kämpfen und töten.

Auch auf russischer Seite verlieren Männer ihr Leben, Mütter und Väter ihre Söhne, Frauen ihre Männer, Kinder ihre Väter.

Was passiert mit Gleichberechtigung und Geschlechterrollen, wenn Krieg ist?

Im Krieg spielt die Darstellung von Männlichkeit immer eine Rolle. Wir sehen eine autoritäre, militärische und diktatorische Männlichkeit, aber auch vielfältige, moderne Männlichkeit, wie z.B. Tröster und Beschützer.

Die Männer in der Ukraine haben nicht darauf gewartet, militärische, hypermaskuline Rollen einzunehmen und ihr Leben zu riskieren.

Die Frauen, die sich gezwungenermaßen auf die Flucht begeben in eine ungewisse Zukunft, die Verantwortung für ihre Kinder, ihre Alten übernehmen, müssen unglaublich mutig und selbständig sein. Und es bleiben auch viele im Land, um zur Verteidigung beizutragen.

Neben all dem aktuellen schrecklichen Leid durch Tod und Zerstörung für so viele Menschen, sind wir aber auch jetzt schon extrem besorgt über die Zeit danach. Die echten Verwerfungen entstehen nach den Erfahrungen der letzten Kriege in der Nachkriegszeit. Die Rückkehr der militarisierten Männer* ins Zivilleben – sofern sie überhaupt aus dem Krieg zurückkommen – die Rückkehr der Frauen und Kinder aus dem Exil. Wie haben sie alle die Zeit erlebt, wie verarbeitet, wie finden sie sich zusammen? Haben wir wieder viele vaterlose Familien, traumatisierte und sprachunfähige Männer*? Wie kann man das alles – wenn überhaupt möglich – gut verarbeiten?

Ein schwieriger Prozess, der mit Gewissheit großer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedarf.
Das alles ist eine unvorstellbare und für uns nicht wirklich nachvollziehbare Situation.

Seit mittlerweile drei langen Wochen dauert dieser Krieg schon und es ist derzeit leider kein Ende dieses Schreckens mit all dem damit verbundenen Leid abzusehen.

Wir fordern einen sofortigen Stopp dieses Krieges. Freiheit, Selbstbestimmtheit und Frieden für alle Menschen und für die Ukraine als souveränen Staat.

Save-the-Date Fachtag „e*MANN*zipation“ 2022

Der Präsenz Fachtag „e*MANN*zipation“ findet am
Donnerstag, 30. Juni 2022 in Nürnberg von 10.00 – 17.00 Uhr statt. 

Mit dem Fachtag wollen wir die Auseinandersetzung, Diskussion und Weiterentwicklung des Themas Gleichstellungspolitik mit und für Jungen* und Männer* nun in Präsenz fortsetzen.

„eMANNzipation“ – mit diesem Titel will der Fachtag die Gleichstellungsthemen von Jungen* und Männern* und die dazu entsprechend notwendige Gleichstellungspolitik, in der Männer* als Akteure und Adressaten wahrgenommen werden, aufgreifen und vertiefen.

LAG-Newsletter Januar / Februar 2022 erschienen

Im neuen Newsletter der LAG finden Sie aktuelle Infos zu Veranstaltungen, Publikationen und Texte, Podcasts & Videos und anderes mehr rund um die Themen Männer*-, Väter*- und Jungen*arbeit. Mit dem nachfolgenden Link landen Sie direkt auf unserer Unterseite „LAG-Newsletter-Archiv“.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf Ihr Feedback dazu.

https://lag-jungenundmänner-bayern.de/newsletter/

Bayerisches Sozialministerium informiert zum LSBTIQ-Netzwerk

Das StMAS Bayern hat die LSBTIQ-Unterseite auf seiner Homepage umfassend aktualisiert und übersichtliche Informationen zusammengetragen. Dort sind alle Projekte und Projektpartner mit ihren Kontaktdaten aufgeführt, die sich im bayerischen LSBTIQ-Netzwerk engagieren.

Bildquelle: StMAS München; https://www.stmas.bayern.de/lsbtiq-geschlechtliche-vielfalt/index.php

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

https://www.stmas.bayern.de/lsbtiq-geschlechtliche-vielfalt/index.php

Online-Fachtag e*MANN*zipation

Am 19.11.2021 fand der Online-Fachtag e*MANN*zipation – Gleichstellung für & mit Männern* erfolgreich statt.

Im Focus der Tagung standen Anfragen an eine zeitgemäße Gleichstellungsdebatte für Männer*, Väter*und Jungen*. Über 70 Teilnehmer*innen informierten sich über den aktuellen Stand der Gleichstellung für Männer und diskutieren anschließend intensiv in drei Workshops.

Mit dem Titel „e*MANN*zipation“ will der Fachtag die Gleichstellungsthemen von Männern*, Vätern* und Jungen* und die dazu notwendige Gleichstellungspolitik, in der Männer* als Akteure und Adressaten wahrgenommen werden, aufgreifen und vertiefen. Vielleicht kann die Emanzipation der Geschlechter nur vollendet werden, wenn die Männer* nicht mehr Gegenstand der Debatte sind, sondern Partner, wenn nicht nur über sie, sondern mit ihnen gesprochen wird und wenn sie schließlich auch von sich aus das Wort für ihre Gleichstellungsbelange ergreifen.
Der Fachtag „e*MANN*zipation“ leistet zu dieser Debatte einen wichtigen aktuellen Beitrag.

HIER finden Sie die Pressemitteilung des Bayerischen Sozialministeriums zum Fachtag ONLINE: https://www.stmas.bayern.de/aktuelle-meldungen/pm2111-375.php

oder als pdf zum herunterladen:

Genitale Selbstbestimmung – (K)ein Thema für die Jungen*arbeit?!?

Online-Fachgespräch am 02.12.2021

Die LAG Jungen*- und Männer*arbeit Bayern und die LAG Jungenarbeit Baden-Württemberg veranstalten in Kooperation mit MOGiS e.V. und dem Projekt 100% Mensch am 02.12.2021 einen Online-Fachaustausch zum Thema „Männliche Beschneidung“.
Die Anatomie und Funktionen der männlichen* Vorhaut und deren Entfernung („Beschneidung“) sind in unserer Gesellschaft tabuisiert und zugleich verdeckte Realitäten, mit der sich Menschen – wenn überhaupt – eher defensiv oder gar bagatellisierend beschäftigen.
Die Einführungsveranstaltung wird grundlegendes Wissen vermitteln und sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive, als auch aus der Erfahrung Betroffener heraus Anregungen für die Erarbeitung einer fachlich fundierten Haltung geben. Neben inhaltlichen Impulsen wird auch Raum für Austausch und das Einbringen eigener Fragestellungen bleiben.