Social Media Kampagne adressiert Männer*, die Gewalt erfahren haben

Das Bayerische Sozialministerium betreibt gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das bundesweite Hilfetelefon Gewalt an Männern. Unter der Rufnummer 0800 1239900 oder auch per Mail an beratung@maennerhilfetelefon.de finden betroffene Männer* Hilfe und Unterstützung.

Dort gibt es Informationen zu häuslicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt sowie zu Gewalt im öffentlichen Raum, physische Misshandlung in der Kindheit, Gewalt mit Diskriminierungsbezug, Zwangsheirat, Stalking/Cyber Stalking und Mobbing.

Mit den folgenden vier Plakatmotiven macht das Bayerische Sozialministerium in seiner Social Media Kampagne auf das Hilfetelefon für Männer* aufmerksam, um ihnen einen niedrigschwelligen Zugang zum Hilfesystem zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Hilfetelefon für Männer

https://www.maennerhilfetelefon.de

You don’t need to be Superheroes

Am Institut für Soziologie der TU Braunschweig entsteht derzeit das Projekt „You don’t need to be Superheroes“. Die Forscher*innen wollen hierbei Einblicke in die vielfältigen Lebenslagen von Vätern gewinnen. Dies geschieht auch über eine Umfrage, an der Väter (leiblich, rechtlich oder emotionale Vaterschaft) gerne teilnehmen können:

https://limesurvey.rz.tu-bs.de/index.php/128278?lang=de

Informationen zum Projekt können abgerufen werden unter:

https://www.tu-braunschweig.de/chancengleichheit/familienbuero/vaeter

Fachstelle Täter*innenarbeit häusliche Gewalt Schwaben-Süd informiert über ihre Arbeit

Stefan Becker, 2. Vorsitzenmder der LAG, begleitet für die LAG die Projekte des südbayerischen Männergewaltschutznetzwerks. Bei seinem Besuch an der Fachstelle Täter*innenarbeit häusliche Gewalt, die die Caritas Kempten seit September 2020 als Modellprojekt betreibt, informierte ihn Fachberaterin Andrea Springborn über das bestehende Angebot sowie über die steigende Nachfrage. Die Fachstelle orientiert sich bei Ihrer Arbeit an den Standards der BAG Täterarbeit Häusliche Gewalt.
https://www.bag-taeterarbeit.de

Zielgruppen des neuen Angebots in Schwaben sind Täter*innen, die gegenüber (Ex-)Partner*innen gewalttätig geworden sind, Ihre Verantwortung für die Tat anerkennen und daran arbeiten wollen. Das zentrale Ziel ist dabei eine möglichst schnelle Beendigung der Gewalthandlungen.

Die Fachstelle Täter*innenarbeit Kempten ist Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige sowie für Fachkräfte aus Beratung, Pädagogik und Justiz für den südschwäbsichen Regierungsbezirk. Im nordschwäbischen Regierungsbezirk ist die Fachstelle Täter*innenarbeit beim SKM in Augsburg angesiedelt.

Andrea Springborn (Bild rechts), Fachberaterin an der Kemptener Fachstelle Täter*innenarbeit der Caritas, überreicht Stefan Becker (Bild links), 2. Vorsitzender der LAG, den den Infoflyer zu den neuen Beratungsangeboten.

Informationen zu beiden Fachstellen in Kempten und Augsburg finden Sie hier:

https://www.caritas-allgaeu.de/hilfe/alltagshilfen/fachstelle-täterinnenarbeit-bei-häuslicher-gewalt

http://www.skm-augsburg.de/?Fachbereiche___Taeter_innenarbeit_haeusliche_Gewalt

Weltweiter Tag der Genitalen Selbstbestimmung am 7. Mai

70 Organisationen und Initiativen aus 14 Ländern auf fünf Kontinenten rufen auch dieses Jahr am 7. Mai zum „Weltweiten Tag der Genitalen Selbstbestimmung“ auf. Sie fordern:

–> Einhaltung und Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention Art. 2 (Schutz vor Diskriminierung), Art. 3 (Vorrang des Kindeswohls) und Art. 24, Absatz 3 (Abschaffung schädlicher Bräuche)
–> Gesetzesinitiativen weltweit, die den Schutz aller Kinder unabhängig vom Geschlecht vor nicht-therapeutischen Genitaloperationen vorsehen
–> Schutz von Kindern mit atypischen körperlichen Geschlechtsmerkmalen vor medizinisch nicht notwendigen Genitaloperationen und weiteren Eingriffen
–> Sofortiger Stopp der Massenbeschneidungen von Jungen im Rahmen angeblicher HIV-Prävention in afrikanischen Ländern
–> Öffentliche Forschung und Aufklärung zu den Folgen von nicht-therapeutischen Genitaloperationen an Kindern in ihren unterschiedlichen Formen und sozialen Kontexten

Die LAG Jungen* und Männer*arbeit Bayern e.V. unterstützt auch in diesem Jahr den Aufruf. Pandemiebedingt können wieder keine Präsenzveranstaltungen stattfinden, wohl aber ein ganztägiger LIVESTREAM-Tag  mit Talkformaten und Filmbeiträgen.

https://genitale-selbstbestimmung.de

Bundesweites Männerberatungstelefon ist ein Erfolg

Mit dem Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ haben die beiden Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen im April 2020 ein weiteres Unterstützungsangebot für Männer geschaffen. Unter der Telefonnummer 0800 123 99 00 können sich Männer melden, die von verschiedenen Arten von Gewalt betroffen sind. Zusätzlich finden Betroffene sowie deren Angehörige aber auch Fachkräfte auf der Internetseite www.maennerhilfetelefon.de ein digitales Beratungsangebot.

Nach einem Jahr legten nun beide Länder eine Evaluation über den Aufbau des gemeinsamen Hilfetelefons und der Onlineberatung für von Gewalt betroffene Männer vor, die vom Institut für empirische Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg (ifes) vorgenommen wurde. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Damit haben Bayern und Nordrhein-Westfalen eine Lücke im Hilfesystem für männliche Opfer von Gewalt geschlossen. Die Empfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung werden wir nun genau auswerten und das Unterstützungssystem zielgerichtet weiter ausbauen.“

Ausgewertet wurden zusammengenommen 1.825 Kontakte, die sowohl telefo- nisch als auch per E-Mail erfolgt waren. Gut zwei Drittel der Kontaktaufnahmen erfolgten über Betroffene selbst, etwa ein Zehntel über soziale Umfelder der Be- troffenen (Angehörige oder Personen aus dem Bekanntenkreis) und der Rest weit- gehend über Fachkräfte, insbesondere aus den Bereichen der psycho-sozialen Beratungsstellen, der Gleichstellungsstellen, der Polizei sowie dem Bildungs- und Gesundheitssektor. Alle Altersgruppen ab 16 Jahren scheinen das Hilfetelefon und die Onlineberatung zu nutzen. Die Betroffenen sind mehrheitlich (zu 77 Prozent) bis 50 Jahre alt, wobei sich auffällige Schwerpunkte bei den 31- bis 50-Jährigen (zusammen 53 Prozent) erkennen lassen. Männer über 60 Jahre sowie junge Männer bis 25 Jahre sind vergleichsweise selten vertreten.

Inter* – Vielfalt aller Geschlechter

Am 17.5.2021 bietet die Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg eine Online-Fortbildung zum Thema „Inter* – Vielfalt aller Geschlechter“ für Multiplikatorinnen* und Multiplikatoren aus Verwaltung, Pädagogik und Medizin an.

Ursula Rosen, zweite Vorsitzende des Bundesverbands Intergeschlechtliche Menschen e.V. wird für Interessierte aus den Bereichen Verwaltung, Pädagogik, Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendhilfe, Gleichstellung, Medizin, Pflege und Geburtshilfe grundlegendes Wissen zum Thema Inter* vermitteln und anschließend Fragen aus dem Kreis der Teilnehmenden beantworten. Sie hat sich seit Jahren mit der Thematik intensiv auseinandergesetzt und berichtet von ihren Praxiserfahrungen aus der nationalen wie aus bayerischer Perspektive.

In dieser Fortbildung geht es um verschiedene Fragestellungen wie:
– Was brauchen Inter* Menschen in und von unserer Gesellschaft für ein Leben ohne Diskriminierung?
– Wie lässt sich das aktuelle Personenstandsgesetz in Formularen und Schreiben berücksichtigen?
– Wie können Eltern von Inter*Kindern sinnvoll unterstützt werden?
– Wie kann im Kindergarten oder in der Schule mit den Kindern altersgerecht über ihre Besonderheit gesprochen werden?
– Wie kann in einer medizinischen Einrichtung (Klinik, Praxis, Heim etc.) mit intergeschlechtlichen Menschen diskriminierungsfrei umgegangen werden?

https://www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/gleichstellung-1

Wettbewerb für Jungen* im Alter von 15 bis 21 Jahren

Die BAG hat einen Wettbewerb für Jungen* im Alter von 15-21 Jahren ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtet sich an junge Autoren*, Künstler* und Musiker*. Es sind mehrere Preise im Wert von bis zu 300€ zu gewinnen. Bewerben kann man sich bis zum 24. Mai 2021 mit Beiträgen zu den Themen

Fitness, Ernährung, Nagellack – Welchen Schönheitsidealen müssen/wollen Jungs* in 2021 entsprechen?

Liebe, Sex, Beziehungen – Was sind eure Wünsche an eine Partner*innenschaft in Zeiten von Online Dating und vielfältigen Beziehungsmodellen?

Erleben Jungs* Sexismus? Wenn ja, in welcher Form ist euch das passiert, wenn nein, warum, denkt ihr, ist das so, und wie könnten wir eine sexismusfreie Gesellschaft erreichen?

„Gewalt LOSwerden“: die Initiative

SENSIBILISIERUNGSINITIATIVE ZUR GEWALTPRÄVENTION UND ZUM GEWALTSCHUTZ IN BAYERN GESTARTET

Das Sozialministerium hat am 4. März 2021 den Startschuss für eine breit angelegte Sensibilisierungsinitiative zur Gewaltprävention und zum Gewaltschutz gegeben. Ziel ist es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, aber auch den betroffenen Personen sowie ihrem Umfeld Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen. Im Mittelpunkt der Initiative stehen Frauen, Kinder und Jugendliche sowie Männer als Opfer von Gewalt.

LAG ist neues Mitglied im Bundesforum Männer

Die LAG Jungen*- und Männer*arbeit Bayern wurde am 25.2.2021 durch Beschluss der Mitgliederversammlung als ordentliches Mitglied in das Bundesforum Männer aufgenommen. Die beiden LAG-Vorsitzenden Matthias Becker und Stefan Becker informierten die dort versammelten Fachverbände und Fachorganisationen aus ganz Deutschland über die bisherige Arbeit und das Selbstverständnis der LAG und berichteten über die Männer*- und Jungen*arbeit in Bayern.
Thomas Altgeld, bisheriger und wiedergewählter Vorstandsvorsitzender des Bundesforum Männer, begrüßte die LAG Jungen*- und Männer*arbeit Bayern und drückte seine Freude über die bestehende und zukünftige Zusammenarbeit aus.

Die Pressemitteilung des Bundesforum Männer mit Informationen zu den weiteren aufgenommenen Neumitgliedern sowie zum neu gewählten Vorstand finden Sie hier:

https://bundesforum-maenner.de/wp-content/uploads/2021/02/Pressemitteilung_MV_2021-02-25.pdf

Fachstelle Strong! informiert zu Gewalt gegen LGBTIQ* in Bayern

Die LGBTIQ* Fachberatungsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt „Strong!“ hat in 2020  bayernweit 101 Gewalt- und Diskriminierungsfälle registriert. Überwiegend handelte es sich um LGBTIQ*-feindlich motivierte Taten und Gewalt in der Paarbeziehung. Im Detail passierten die Vorfälle in der Nachbarschaft, im öffentlichen Raum (z.B. auf der Straße und im ÖPNV), beim Einkaufen, an Schulen, am Arbeitsplatz, im Fußballstadion, bei der Polizei, online auf Dating-Plattformen, in Locations für LGBTIQ*s, in Unterkünften für Geflüchtete und zu Hause in der eigenen Wohnung. 

Quelle: Strong! LGBTIQ* Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt, München



https://www.subonline.org/beratung/strong/